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Expedition in die Krähenlande

Die folgende Abschrift - von Adeptus Major Inngold vom Sonnhof - wurde
vom Archivar Bren von Karun erstellt und ins Archiv der Akademie aufgenommen.


Wir schreiben das Jahr 1017 DF am Morgen des 4. Tages des 9. Mondes. Wir – das sind Romin Armenius, Sonnhild und meine Wenigkeit, Inngold vom Sonnhof - sind gerade von einer Expedition in die Krähenlande zurückgekehrt. Begleitet wurden wir auf dieser Reise von zwei Söldnern der Eisenhunde, Menje und Ulrich.

Da wir auf der Anreise Schwierigkeiten mit unserem Wagen hatten, kamen wir erst bei Einbruch der Dunkelheit am 31. Tag des 8. Mondes, nahe des Dorfes Krallenbach, im Lager an. Die Eisenhunde hatten bereits ihre Jurte aufgestellt und halfen uns beim Aufrichten des Schlafzeltes. Dann war gerade noch Zeit einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen während dem uns schon der Heerführer des Lagers, Orlin, kurz über die Situation informierte und wir zu einem Ritualkreis des Geisterbeschwörers aufbrachen. Dort angekommen begannen die Magier, unter ihnen Mac von Yver, den Ritualkreis zu analysieren. Es stellte sich heraus, dass der Geisterbeschwörer an dem Ort ein Portal in die Geisterwelt errichtet hat. Beim Versuch einen Blick in das Portal zu werfen und mehr über dessen Beschaffenheit und die andere Seite herauszufinden, öffnete Mac versehentlich durch die dabei freigewordene Energie das Portal. Offenbar wurde das Portal von der anderen Seite aus mit Energie versorgt und die von Mac freigesetzte Energie war ausreichend um den Transport auszulösen. Alle Umstehenden Personen, darunter auch Romin und ich, wurden in den Sog des Portals gezogen und in die Geisterwelt gerissen. Währenddessen wurde die restliche Truppe von Steingolems angegriffen.

Als die unfreiwillige Portalreisegruppe in der Geisterwelt ankam wurden sie von den Vogelscheuchenwesen des Geisterbeschwörers angegriffen. Nachdem erst einige Priester versucht haben friedlich mit ihnen zu reden, mussten sie schließlich einsehen, dass die Vogelscheuchen nur eine Sprache sprechen: die von scharfem Stahl. Wir drangen immer weiter vor und erreichten schließlich das Haus des Geisterbeschwöreres, wo wir eines seiner Labore und eine Gargyle vorfanden, die dort gefesselt war. Rosko und Romin befreiten die Gargyle namens Morla, wobei mir Romin einmal mehr unter Beweis stellte, dass ein Magier erst darüber nachsinnen sollte ob etwas auch ohne sich der Magie zu bedienen lösbar ist. Rosko verbrannte sich die Finger beim Versuch die Kette los zu schmelzen, während Romin der Gargyle kurzerhand das Halsstück abnahm. Ich habe anatomische Aufzeichnungen die der Geisterbeschwörer zum menschlichen Körper gemacht hat mitgenommen. Diese liegen dem Bericht bei.

In der Zwischenzeit hat Mac die Energieversorgung für das Portal gefunden und es gelang ihm diese zu nutzen um uns wieder zurückzubringen. Das Labor wurde dabei zerstört.

Wieder zurück im Lager wurden wir mehrmals von Vogelscheuchen angegriffen. Es gelang uns erfolgreich – mit einigen Blessuren – sie abzuwehren.

Am Morgen des 1. Tages des 9. Mondes wurde nach einem ausgedehnten Frühstück klar, dass es eine weitere Bedrohung für das Lager gab. Ein riesiger Wurm, der, nach Aussagen einiger Leute die Länge des gesamten Lagers haben soll und der für die immer wieder auftretenden Erdbeben verantwortlich war. Durch eine Gruppe von Einheimischen, die eine Art Kult aufgebaut hatten um dem Wurm zu huldigen, fanden wir heraus, dass der Geisterbeschwörer den Wurm angegriffen hat um ihm einen Zahn zu entwenden, welchen er für den Bau einer Waffe brauchte, um die Krähe zu vernichten. Sein Angriff misslang jedoch, aber er hat eben den Wurm aufgeweckt. Den ganzen Tag über haben die Magier, Priester und Druiden versucht eine Möglichkeit zu finden um mit dem Wurm Kontakt aufzunehmen. Sie sprachen schließlich mit 3 von 4 Hexen, die ihre Gestalt an die 4 Jahreszeiten angelehnt hatten, welche ihnen Hinweise gaben, wie man in die Höhle des Wurms gelangen kann. Der erste Versuch in die Höhle vorzudringen scheiterte, da das scheinbar nur während der Nachtstunden möglich war. Bis zum Einbruch der Nacht wehrten wir mehrere Vogelscheuchenangriffe ab. Schließlich gelang es uns in den frühen Nachtstunden in die Höhle vorzudringen, es war sehr eng und stickig in den Gängen, als wir an einem unterirdischen See ankamen, an dessen Ende eine Barriere war, die man nur durchdringen konnte, wenn man ein Schutzamulett umhatte. Da es nur wenige der Amulette gab und Sonnhild, Menje und Ulrich in voller Rüstung in die Höhle gezogen waren, beschlossen wir draußen auf die anderen zu warten. Die Mission war erfolgreich und dem Trupp gelang es den Wurm zu besänftigen.

Die Investigationstruppe der Magier, Priester und Druiden hat außerdem herausgefunden, dass der Geisterbeschwörer bereits alle Ingredienzien, die er für die Erschaffung seiner Waffe braucht beisammen hatte, bis auf: den Zahn des Wurms und die Bandagen einer Mumie, die ihm ins Dorf Krallenbach geliefert werden sollte.

Am Vormittag des 02. Tages des 9. Mondes gelang es uns den Söldnertrupp, der die Mumie liefern sollte, aufzugreifen und nach Verhandlungen die Kiste freizukaufen. Dann wurden irgendwelche dummen Entscheidungen getroffen und die Truhe, trotz mehrfacher Warnung durch Teile der Investigationstruppe - kurzerhand geöffnet. Die Mumie stieg daraufhin heraus, belegte alle Umstehenden mit einem Berserkerfluch und war nur unter großen Mühen zu bezwingen. Die schweren Verletzungen die sich die Truppe - einschließlich der Verfluchten - zuzog, konnten nur durch die vereinten Kräfte aller Heilkundigen versorgt werden. Weitere Angriffe der Vogelscheuchen und einiger vom Geisterheiler angeheuerten Söldner machten uns das Leben zusätzlich schwer.

Irgendwann tauchten dann noch Eier des Wurms auf. Warum diese da waren, kann ich nicht ganz nachvollziehen.  Dennoch  gelang  es  Gola,  dem  Lehrling  von  Rosko,  ein  Ei  auszubrüten.  Das Wurmbaby wurde dem Wurm zurückgegeben. Später wurde uns zugetragen, das es weitere Eier im Wald geben solle. Romin, Rosko, Gola und ich gingen daraufhin mit einem Schamanen, der die Gruppe  leitete  und  einigen  anderen  in  den  Wald  um  die  Eier  zu  suchen,  auszubrüten  und  dem Wurm zurückzubringen. Leider stellte ich die Sache als Falle heraus. Gola, der Druide und einige andere der Investigationstruppe wurden entführt und wir wurden beim Versuch sie zu befreien von Söldnertrupps übel zugerichtet. Romin, Menje und Sonnhild waren schwer verletzt und konnten nur notdürftig wieder zusammengeflickt werden bevor die Lagerkommandantur das Lager räumen ließ.

Wir zogen uns  zurück während die  Investigationstruppe versucht hat irgendetwas heraus  zu finden.  Nachdem  wir  ins  Lager  zurückgekehrt  waren  und  gerade  das Abendessen  bereitet  hatten, blies der Kommandant zum Aufbruch. Der Schamane der Krähe war bereit das Tor zur Geisterwelt zu öffnen. Man wollte den Geisterbeschwörer mithilfe einer Waffe vernichten die nicht nur ihn, sondern  auch  seine  Seele  vernichten  sollte,  damit  er  nach  der  Zerstörung  seiner  sterblichen  Hülle nicht in einen anderen Körper flüchten konnte. Sonnhild, Romin und ich haben uns geweigert bei der Erschaffung einer solchen Waffe mitzuhelfen, waren aber bereit bei der Schlacht unseren Teil zu leisten. Es gelang schließlich mit vereinten Kräften die Handlanger des Geisterbeschwörers zu vernichten und ihn – hoffentlich für immer - auszulöschen.

Gezeichnet Inngold vom Sonnhof, Adeptus Major von Romin Armenius