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Die Dämonenjagd

Die folgende Abschrift - aus dem Tagebuch des Sofresservanten Winfried "Eisenbein" - wurde
vom Archivar Bren von Karun erstellt und ins Archiv der Akademie aufgenommen.


Am 25. Tag dieses 11. Mondes im Jahr 1017 DF war ich, Winfried, Servant des Sofresordens gerade auf einem Patrouillengang mit Hagen Tannhaus und zwei Rekruten des Landsturms, als Rungard Lichtlanze und Gunnar gerade von einer Expedition zurückkehrten. Rungard hat uns berichtet, dass bei seinem Auslandsaufenthalt Dämonen frei kamen und einer davon wohl seinen Weg nach Lorit gefunden hatte. Er sei gerade dabei dem Dämon nachzusetzen und er suche Freiwillige, die ihm bei seiner Jagd helfen können. Da wir beim Eintritt in den Orden geschworen haben das Dämonengezücht zu finden und zu vernichten wo immer wir es vermögen, war es für Hagen und mich keine Frage, sondern eine Pflicht, Rungard und Gunnar zu begleiten.

Auf dem Weg stießen weitere Streiter aus Lorit und auch Gäste aus dem Ausland dazu, die bereit waren den Dämon zu jagen und zur Strecke zu bringen. Rungard hatte die allgemeine Leitung der Expedition inne. Tempelritter Hador hat mir das Kommando über die kämpfende Truppe übertragen, damit ich lernen kann ein eigenes Kommando zu führen. Ich bin ihm für diese Gelegenheit und sein Vertrauen sehr dankbar.

 Wir kamen schließlich nach einigen Tagen an einem Haus mit Isanaschrein in Ostlorit an. Gleich bei der Ankunft wurden wir von dämonenhaften Kreaturen angegriffen. Es gelang uns sie zurückzuhalten bis ein erster Spähtrupp das Haus durchsucht hatte. Sofres sei Dank schien es so, dass das Haus einen sicheren Zufluchtsort böte und wir haben uns dahin zurückgezogen um die Verwundeten zu versorgen. Beim Rückzug wurde mir von zwei der Kreaturen, die urplötzlich zwischen uns materialisierten das Leben ausgesaugt und ich verlor das Bewusstsein. Währenddessen hat Tempelritter Hador das Kommando und die Untersuchung des Schreins der Isana übernommen.

 Rungard fand heraus, dass es dem Schreinhüter, dessen Leiche wir neben dem Schrein fanden, gelungen sein muss, den Dämon in ein Gefängnis zu bannen. Leider war dieser zu mächtig und es blieb uns nur wenig Zeit um den Schrein der Isana zu aktivieren um einen Schutz vor der Kreatur zu haben. Es stellte sich heraus, dass die ehemalige Schreinhüterin es geschafft hatte eine Möglichkeit zu finden, wie einfache Gläubige der Isana, den Schrein aktivieren können. Tempelritter Hador übergab mir das Kommando, sobald ich wieder auf den Beinen war und nahm Gunnar und Rhys mit um nach den Aufgaben zu suchen, die es zu lösen galt um den Schrein zu aktivieren.

 Während wir mit dem Bewältigen eben jener beschäftigt waren wurden wir immer wieder von diesen dämonenartigen Kreaturen angegriffen. Schließlich materialisierte ein Geist zwischen uns, der sich als der verstorbene Schreinhüter herausstellte. Im Gespräch kamen wir dahinter, dass er sich nicht mehr an die letzten Tage erinnern kann, sondern nur mehr an den Wissensstand vor seiner Abreise.

Er hat uns dann gebeten ihm Gesellschaft zu leisten, damit er noch einmal den Freuden des Lebens (Wasserpfeife, Würfelspielt, Speis und Trank) zusprechen kann, bevor er den Schrein (an dem wir uns ja befanden) übernehmen muss. Er hat uns dabei nicht als die erkannt, die wir sind. So hat er mich mit „Novize“, Hagen mit „Dieslbert“ und Beren mir „Herr Abt“ angesprochen. Als wir durch das Lösen der Aufgaben und durch den isanagefälligen Akt am Bruder der Isana schließlich den Schrein kurzzeitig aktivieren konnten war uns klar, dass wir auf der richtigen Fährte waren.

Zwischenzeitlich verschwand Hador alleine, um weitere Aufgaben zu finden. Der Rest beschäftige sich mit der Lösung von weiteren Rätseln, die dazu führen sollten den Schrein permanent zu aktivieren. Plötzlich brach Hador durchs Gehölz und ging auf unsere eigenen Leute los. Er verwundete einige und stürmte dann auf mich, Kalwin und Rungard zu. Es gelang uns ihn zu überwältigen und die Beeinflussung aufzuheben. Anschließend teilte sich die Gruppe erneut. Die Verwundeten gingen zurück zum Haus um die Wunden zu versorgen, während der Rest die weiteren Aufgaben löste, die Hador gefunden hatte, bevor er übernommen wurde.

 Als wir wieder ins Lager zurückkehrten gelang es Beren und seinem Lehrling Jenna ein bisher unentdecktes Rätsel zu enttarnen. Neben dem Schrein stand eine Kiste mit doppeltem Boden, der sich nur herausnehmen ließ, wenn man ein Rätsel löst. Die Aufgabenstellung war aber nur mit der Hilfe von magischem Licht lesbar, weshalb er vorher nicht lesbar war. Im doppelten Boden war ein Gebet an die Herrin Isana notiert. Damit konnte nun der Altar permanent aktiviert werden. Eine Analyse durch Beren und Rungard ergab, dass die Aktivierung keinen Schutz aufbaute, da der Schrein noch zu schmücken war.

Leider gelang es dem Dämon sich zu befreien, bevor wir den Schutz wieder herstellen konnten und wir mussten Layla und Beren, die den Schrein schmückten, mit unseren Leben beschützen. Durch den beherzten Einsatz aller, konnten wir uns trotz massiver Verletzungen gegen den Dämon wehren. Leider gelang es Rungard nicht die Kreatur zu töten. Wir haben ihn nur so stark geschwächt, dass er sich schließlich zurückzog. Abschließend bleibt zu sagen, dass wir den Rest des Abends damit verbrachten im Haus  im Sinne der Herrin Isana zu feiern. Ein in der Vorratskammer gefundenes Schwein wurde zubereitet. Später stießen noch Sonnhild, Romin Armenius und Finlay zu uns, die sich auf der Rückreise von irgendwoher befanden.

 Alle an der Expedition Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet und ich bin froh, dass mein erstes Kommando mit einer so kompetenten Truppe von Statten ging.