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Redums Vermächtnis

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Der folgende Text wurde vom Archivar Bren von Karun verfasst und ins Archiv der Akademie aufgenommen.

23. Tag des 6 Mondes 1017 DF

Aufgebrochen war unsere Expeditionsgruppe in der Hauptstadt Lorits – Feuerberg am Fuße des großen Vulkans - um die geheime Grabungsstätte des Erzhäretikers Redum Mersum von Peckberg in den Eisenbergen ausfindig zu machen.

Unsere Expeditionsgruppe wurde von der starken und zugleich anmutigen Ordensritterin des Sofres, Thessia Ebenmut angeführt. Jene Ordensritterin welche bereits letzten Herbst ihr Können unter Beweis gestellt hatte, als sie erfolgreich eine Expedition zur alten Heimstätte Redums angeführt und unversehrt wieder nach Hause gebracht hatte. In jener alten Behausung des Herrn von Peckberg hatten wir auch - durch einen dort gefunden Brief - von der Existenz der Grabungsstätte in den Eisenbergen in Westlorit erfahren.

Doch genug der alten Geschichten. Unterstützt wurde unsere Expeditionsleiterin von einem weiteren Ordensritter des Sofres, von der bezaubernden Isana-Priesterin Viola Lichtenau und einem ältlichen Toranpriester.

Fast drei Dutzend Streiter umfasste der Expeditionstrupp bei seinem Aufbruch in Feuerberg. Neben anderen Mitgliedern der vier Ordern, wie der holden Eleonora – der Schülerin jenes Ordensritters der Lady Thessia als rechte Hand unterstützte – und Mitglieder des Landsturms und der Loriter Akademie – wie meine Wenigkeit – hatten sich auch Verbündete aus anderen Ländern der Expedition angeschlossen.

Die knapp zwei wöchige Reise von Nordlorit nach Finsterlorit wo sich die Eisenberge befinden, verlief ohne größere Zwischenfälle und so hoffte ich, dass auch der letzte Tag - dem 23. Tag des 6 Mondes 1017 DF - so ruhig verlaufen würde. Der letzte Tag der Reise verging und kurz vor Einbruch der Dämmerung erreichten wir das Ziel unserer Reise, für mich ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Die alte Lagerstätte des Magiers war nicht so verlassen wie wir erwartet hatten. Ein magisches Geschöpf, jenem ähnlich welches wir in Redums altem Heim bereits kennen gelernt hatten, empfing uns und verwehrte uns den Zugang. Es griff uns unvermittelt an als wir seine Warnungen in den Wind schlugen. Das vogelähnliche Wesen war im Gegensatz zu seinem Bruder weitaus aggressiver, obgleich es uns mit seine Angriffe nur vertreiben und nicht ernsthaft zu schaden wollte.

Am Hauptplatz der Anlage war ein riesiges Artefakt errichtet worden, das uns indes mehr Sorgen machte. Sein bis ins Mark gehendes Pochen hatten wir schon von weitem gehört. Einer der Sofres-Priester schaffte es für eine Zeitlang das Pochen zu unterbinden auf eine sehr… Sofresgefällige Art.

Nachdem wir uns am Gelände ein wenig umgesehen hatten – während das Geschöpf uns angriff – stellten wir fest, dass über das ganze Gelände ein Art magisches Netz gewoben worden war, welches die Essenz des vogelartigen Wesens speiste. Der Baron von Thir Aslan war es schließlich der das Geschöpf dauerhaft vertreiben konnte. Nachdem ich ihm geholfen hatte die magischen Steine, welche die Fixpunkte des Netzes darstellten, zu finden konnte er mit deren Hilfe das Wesen bannen.

Das Gelände, auf dem Redum seine Experimente durchgeführt hatte, war an sich schon außergewöhnlich. Das Land quoll über vor Naturmagie, im Speziellen Erdmagie. Das Artefakt verunreinigte diese natürliche Magie und erschuf korrumpierte Erdgeister, welche uns fortwährend angriffen.