So, dann mal zu meiner Conkritik:
Zusammenfassend beschreibe ich es mit einem Zitat vom Larp, das nicht von mir stammt.
„Das Con war ausreichend.“
Zu den positiven Dingen:
Das Zusammenspiel mit vielen auf dem Larp hat mir, wie eigentlich immer, sehr gut gefallen. Ich fang jetzt gar nicht erst an, Namen zu nennen, sonst vergess ich nur wen, aber diejenigen, die ich meine, dürfen sich angesprochen fühlen.
Die Kämpfe mit den NSCs waren genial, niemals zu einfach, und die Bedrohung war real. Meine Kritik, dass ich es unnötig finde auf liegende SCs einzuschlagen, bleibt bestehen, da ich hier immer noch einen massiven Unterschied zwischen SC und NSCs sehe. Aber dazu zwei Dinge: Von den mir bekannten und geschätzten NSCs weiß ich, dass sie sich an diese ungeschriebene Etikette halten und das macht sie auch so schätzenswert, denn sie haben verstanden, dass viel von ihrem eigenen Spaß davon abhängt, dass auch die „Gegenseite“ Spaß hat. Und zweitens gab es diesmal nur vereinzelte, die mir negativ aufgefallen sind. Fuchtler und Schwinger gibt es, wie immer, auf beiden Seiten.
Zusammenfassend um nicht falsch verstanden zu werden: Die NSC Gruppe war, bis auf einige wenige, wirklich sehr gut und das Bedrohungsszenario war hart aber ehrlich und gut.
Weiters hatte ich viel Spaß am Palisadenbau

Und ich möchte unsere neuen Zöglinge Korwin und Samuel herzlich bei uns begrüßen und noch mal erwähnen, dass ihr euch echt ins Zeug gelegt habt und wie es scheint ihr gut bei uns rein passt!
Außerdem bedaure ich, mit Makyeh und seinen Begleitern keinen Met getrunken zu haben.
Zu meiner Kritik:
Wer ein 4-Tagecon veranstaltet weiß, dass er im Prinzip ein 3-Tagecon macht, da der Sonntag aus augenscheinlichen Gründen zum aufräumen und abbauen genutzt werden muss.
Was hier allerdings geboten wurde war ein 1-Tagescon, und selbst hierbei blieben für beide Gruppen (SC und NSC) richtig lange Wartezeiten.
Donnerstagabend war sehr witzig, wenn auch für mich sehr kurz, danke Alkohol. Freitag Vormittag war nach der Anreise und einem kleinem Scharmützel erstmal gar nichts mehr los. Tagsüber wurde noch zweimal gekämpft bis eine kleine Ordengruppe und ich zu den NSCs abgespalten wurden.
Dort hieß es dann für die meisten noch mal 2 einhalb Stunden rumsitzen, bis endlich die untoten Wellen kamen. Das brachte etwa zwei Stunden Beschäftigung, dann wars auch schon vorbei.
Samstag verlief ähnlich spannend, ich für meinen Teil hatte ja Gott sei Dank das Ritual, an dem ich mich tatkräftig beteiligen konnte. Für viele Andere wars nicht so rosig. Bis auf Verhandlungen kaum was zu tun. Aufgepeppt wurde die Sache mit dem Irrelaufen der Steinträger und den seltsamen Illusionen von mir und anderen, die kurz für Wirbel im Lager sorgten. Wenn auch sehr sehr witzig vernichtet solch ein Spiel allerdings jeglichen Bedrohungsfaktor und zieht die Story ins lächerliche. Ich habe mich köstlich amüsiert, aber vor Valerius gefürchtet hab ich mich in der Zeit kaum, immerhin scheint er ja ausgeprägten Sinn für Humor zu haben.
Nun konnte man am Nachmittag-Abend zweimal den Dungeon besuchen. Wenigstens beim zweiten Mal war es mehreren möglich, sich am Dungeonplot zu beteiligen. Hier hatte man mit unmotivierten Räuber/Söldnerangriffen zu rechnen.
Tja, dann war es Abend und wieder schlug das Untotenheer zu. Dass die Kämpfe und die Bedrohung gut war, erwähne ich noch einmal, um zu verstehen zu geben, dass es mir im Moment um den Plot und dessen Dichte und nicht um die Kämpfe an sich geht.
Ja, und dann gab es solang auf die Schnauze bis das geschah, womit jeder gerechnet hatte: Sir Valerius verpisst sich mit dem Hammer und gut ist.
Entgegen anderweitiger Aussagen wage ich zu behaupten, dass ein anderes Ende des Cons unter den gegebenen Umständen gar nicht möglich war.
Wenn bis auf einige wenige im Lager niemand mehr steht um Valerius überhaupt entgegenzutreten und der dann auch mal locker einen heiligen Schutzkreis durchbrechen und einen höchstheiligen Hammer davon schleifen kann, wer soll es verhindern?
Nachträgliche Aussagen wie: Das habe ich nicht gewollt quittiere ich mit den Worten:
Warum hast du es dann getan?
Ich bin der Meinung, dass Spieler verlieren können und es ihnen manchmal auch gut tut, eins aufs Maul zu bekommen. Das ist hier gelungen und damit habe ich definitiv kein Problem.
Nach der Aktion allerdings auf scheinheilig zu kommen und zu sagen, so hätte man es nicht gewollt, ist schlicht lächerlich.
Zu guter letzt gab es einige persönliche Enttäuschungen für mich, die wenig mit dem Con an sich zu tun haben, weshalb ich hier nur Stichwörter anführe:
SC-NSC-Deal
Getränke am ersten Abend
Situation wieso Templer an einem Tag weg sind
Die gesamte Situation um den Transporter nach dem Larp
Summa summarum schließe ich mich der Bewertung „ausreichend“ des Cons an, was definitiv an den Kämpfen und den anderen Spieler lag. Der persönliche Teil hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, aus dem ich auch meine Konsequenzen ziehe, doch dies soll nicht Part eines öffentlichen Forums werden.